REBOILER FÜR SAURES WASSER

Dampferzeugung zur Entfernung von H₂S und Ammoniak

ERGIL stellt Reboiler für Sauwasser-Stripper her, die die erforderliche Wärme bereitstellen, um gelöstes H₂S und Ammoniak aus Raffinerieabwasser zu entfernen. Diese Wärmetauscher erzeugen am Kolonnenfuß Strippdampf, der die Entfernung der Verunreinigungen vorantreibt, und produzieren so sauberes Wasser zur Einleitung oder Wiederverwendung, während gleichzeitig saures Gas für die Schwefelrückgewinnung konzentriert wird.

Reboiler-Funktion

Beim Stripping mit saurem Wasser muss das Wasser auf 100–130 °C erhitzt werden, um gelöstes H₂S und Ammoniak zu verdampfen. Der Reboiler bringt das Wasser am Kolonnenboden zum Sieden und erzeugt so Stripping-Dampf, der nach oben durch die Böden oder die Füllkörper strömt und dabei die Verunreinigungen mit nach oben befördert, während unten sauberes Wasser austritt. Durch eine angemessene Wärmezufuhr lassen sich die H₂S-Konzentration auf unter 10 ppm und die Ammoniakkonzentration auf Zielwerte senken, die den Anforderungen der Abwasserbehandlung entsprechen.

Designkonfiguration

Kessel- oder Thermosiphon-Reboiler in Säulenanordnung. Rohrbündelkonstruktion mit Heizmedium auf der Mantelseite und siedendem Sauwasser auf der Rohrseite. ERGIL dimensioniert Reboiler für eine Wärmeleistung von typischerweise 3–20 MMBTU/h, abhängig von der Wasserdurchflussrate und der Schadstoffbelastung. Der Betriebsdruck reicht von Atmosphärendruck bis 50 psig, wobei die Konstruktion für korrosive Betriebsbedingungen ausgelegt ist.

Heizverfahren

Dampf-Nacherhitzer nutzen Mitteldruck-Anlagendampf mit einem Druck von 100–200 psig in Kesselbauweise und sorgen so für eine saubere, regelbare Beheizung. Wärmeträgerölsysteme zirkulieren heißes Öl und liefern gleichmäßige Wärme, ohne dass Dampf benötigt wird. Feuerrohrkessel kommen an Standorten ohne Versorgungsinfrastruktur zum Einsatz. ERGIL wählt die Beheizungsart entsprechend den verfügbaren Versorgungsanschlüssen und den Anforderungen der Anlage aus.

Materialauswahl

Die Konstruktion aus Edelstahl 316 widersteht starker Korrosion durch H₂S, Ammoniak, Chloride, Cyanide und organische Säuren in saurem Wasser. Spezielle Legierungen für extreme Bedingungen mit hohen Schadstoffkonzentrationen. Die Rohrmaterialien wurden aufgrund ihrer Beständigkeit gegen korrosive Umgebungen und Verschmutzungen ausgewählt. Konstruktion gemäß ASME Abschnitt VIII unter Einhaltung der NACE-Vorgaben für den Einsatz in saurem Wasser.

Steuerungssysteme

Die Temperaturregelung moduliert den Durchfluss des Heizmediums und sorgt so für eine optimale Temperatur am Kolonnenboden, was ein effektives Strippen ohne übermäßigen Energieverbrauch gewährleistet. Die Füllstandsregelung in den Kessel-Nachverdampfern sorgt für einen angemessenen Flüssigkeitsbestand. Die Integration in die Steuerung des Strippers optimiert die Effizienz der Schadstoffentfernung und minimiert gleichzeitig den Dampfverbrauch.

Anwendungen

Behandlung von saurem Wasser aus Raffinerieanlagen, insbesondere aus Rohölanlagen, FCC-Anlagen, Kokereien und Hydrotreatern, zur Entfernung von H₂S und Ammoniak. Stripping von petrochemischen Abwässern. Behandlung von Produktionswasser aus Gasanlagen. Geeignet für Anlagen, die saure Wasserströme von 50 bis 5.000 GPM mit Schadstoffkonzentrationen von 100 ppm bis zu mehreren Prozent verarbeiten.

Leistungsmerkmale

Korrosionsbeständige Werkstoffe gewährleisten einen zuverlässigen Langzeitbetrieb unter aggressiven Einsatzbedingungen. Eine effiziente Wärmeübertragung sorgt für eine vollständige Strippung bei optimiertem Energieverbrauch. Die Konstruktion berücksichtigt Ablagerungen durch Kohlenwasserstoffe, Eisensulfid und Kesselstein und sieht entsprechende Reinigungsvorrichtungen vor. Bewährte Technologie mit umfangreicher Einsatzpraxis in Raffinerien.

Baunormen

Ausführung gemäß ASME Abschnitt VIII mit Werkstoffen, die die Anforderungen der NACE MR0175 für den Einsatz in sauren Medien erfüllen. Die hydrostatische Prüfung bestätigt die Integrität. Herausnehmbare Bündel ermöglichen Wartungs- und Reinigungsarbeiten. Die vollständige Dokumentation umfasst Werkstoffzertifikate, thermische Belastungsberechnungen und Korrosionsüberlegungen.

ERGIL-Reboiler für saures Wasser sorgen für eine zuverlässige Wärmeübertragung und gewährleisten durch ihre bewährte, korrosionsbeständige Konstruktion eine effektive Entfernung von H₂S und Ammoniak unter Einhaltung der Umweltstandards.

Fordern Sie ein Angebot an

Möchten Sie eine schnelle Anfrage erstellen? Füllen Sie das Formular aus und wir melden uns in Kürze