ZUFUHR FÜR SAURWASSER-STRIPPER – BODENWÄRMETAUSCHER

Energiegewinnung bei der Wasseraufbereitung in Raffinerien

ERGIL stellt Wärmetauscher für den Zuflussbereich her, die in den Sauerwasser-Strippanlagen von Raffinerien Sauerwasser mit heißem Strippwasser vorwärmen. Diese Rohrbündelwärmetauscher gewinnen Wärmeenergie zurück, senken so den Dampfverbrauch und kühlen gleichzeitig das aufbereitete Wasser für die Ableitung oder Wiederverwendung, wodurch die Wirtschaftlichkeit der gesamten Strippanlage verbessert wird.

Wärmerückgewinnungsfunktion

Kaltes Sauerwasser mit einem Gehalt an gelöstem H₂S und Ammoniak bei 40–60 °C muss für eine effektive Strippung auf 90–120 °C erhitzt werden. Das heiß gestrippte Wasser tritt am Kolonnenboden mit einer Temperatur von 100–130 °C aus und muss vor der Ableitung gekühlt werden. Der Wärmetauscher überträgt Wärme zwischen den Strömen, erwärmt dabei das Einsatzmaterial vor und kühlt gleichzeitig das Produkt, wobei 60–80 % der fühlbaren Wärme zurückgewonnen werden. Diese Integration reduziert den Dampfverbrauch des Reboilers und den Kühlwasserbedarf erheblich.

Designkonfiguration

Rohrbündelkonstruktion mit heißen Auslässen auf der Mantelseite und kalter Zufuhr auf der Rohrseite. ERGIL konstruiert Wärmetauscher auf der Grundlage der Wasserdurchflussmenge, der Temperaturdifferenz und des zulässigen Druckabfalls. Mehrere Rohrdurchläufe optimieren die Wärmeübertragung. Die Konstruktion berücksichtigt Verschmutzungen durch Kohlenwasserstoff-Mitführung, Eisensulfid-Ablagerungen und Kalkablagerungen, die eine regelmäßige Reinigung erfordern.

Materialauswahl

Die Konstruktion aus Edelstahl 316 ist beständig gegen Korrosion durch H₂S, Ammoniak, Chloride und organische Säuren im Einsatz mit saurem Wasser. Kohlenstoffstahl mit Korrosionszugaben eignet sich für weniger anspruchsvolle Anwendungen. Die rohrseitige Bauweise ermöglicht eine mechanische oder chemische Reinigung zur Beseitigung von Ablagerungen durch Verunreinigungen. Die Konstruktion entspricht ASME Abschnitt VIII, wobei die Werkstoffe die NACE-Anforderungen für den Einsatz mit saurem Wasser erfüllen.

Leistungsvorteile

Reduziert den Dampfverbrauch des Reboilers um 50–70 % und senkt damit die Betriebskosten, wobei sich die Investition in der Regel innerhalb von weniger als 24 Monaten amortisiert. Verringert den Kühlwasserbedarf für die Ableitung von aufbereitetem Wasser. Verbessert die Leistung des Strippers durch eine angemessene Vorwärmung des Speisewassers. Einfache, bewährte Technologie, die für eine energieeffiziente Aufbereitung von saurem Wasser unverzichtbar ist. Unterstützt die Nachhaltigkeitsziele der Raffinerie durch Energierückgewinnung.

Anwendungen

Sauerwasser-Stripping-Anlagen in Raffinerien zur Aufbereitung von Wasser aus den Bereichen Rohöldestillation, katalytisches Cracken, Verkokung und Hydrotreating. Petrochemische Anlagen zur Aufbereitung kontaminierter Wasserströme. Gasaufbereitungsanlagen zur Aufbereitung von Förderwasser. Geeignet für Systeme, die Sauerwasserströme von 50 bis 5.000 GPM in verschiedenen Raffineriebereichen verarbeiten.

Steuerungsfunktionen

Die Temperaturüberwachung gewährleistet eine ordnungsgemäße Wärmeübertragung. Bypassventile ermöglichen die Temperaturregelung bei schwankender Auslastung oder während des Anlaufs. Differenzdruckanzeigen erkennen Verschmutzungen, die eine Reinigung erfordern. Die Integration in die Steuerung des Strippers optimiert die Gesamteffizienz der Wasseraufbereitung.

Betriebliche Überlegungen

Verschmutzungen durch Kohlenwasserstoffe, Eisensulfid und Kalkablagerungen erfordern eine regelmäßige Reinigung, um die Wärmeübertragungseffizienz aufrechtzuerhalten. Die Konstruktion berücksichtigt angemessene Verschmutzungsfaktoren und ermöglicht einen einfachen Zugang für Reinigungsarbeiten. Die verwendeten Werkstoffe sind beständig gegen die korrosive Umgebung von saurem Wasser. Durch ordnungsgemäßen Betrieb und Wartung wird eine langfristig zuverlässige Leistung gewährleistet.

Baunormen

Auslegung gemäß ASME Abschnitt VIII oder TEMA-Normen unter vollständiger Einhaltung der Vorschriften. Werkstoffe, die für die Korrosion durch saures Wasser und Temperaturen bis 150 °C ausgelegt sind. Herausnehmbare Rohrbündel erleichtern die Wartung. Die hydrostatische Prüfung bestätigt die Integrität der Anlage. Die vollständige Dokumentation umfasst Wärmeübertragungsberechnungen und Überlegungen zur Verschmutzung.

ERGIL-Bodenwärmetauscher sorgen in Strippanlagen für saures Wasser für eine wichtige Wärmerückgewinnung, wodurch der Energieverbrauch gesenkt und die Wirtschaftlichkeit der Wasseraufbereitung in Raffinerien verbessert wird.

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