KONDENSATSTABILISIERUNGSANLAGE
Dampfdruckregelung für Kondensat in Rohrleitungsqualität
ERGIL stellt Kondensatstabilisierungsanlagen her, die leichte Kohlenwasserstoffe aus Rohkondensat entfernen, den Dampfdruck auf die für den Transport in Pipelines erforderlichen Werte senken und Lagerverluste verhindern. Diese auf einem Fahrgestell montierten Systeme scheiden C1-C4-Komponenten ab und erzeugen so eine für den Transport geeignete stabile Flüssigkeit, während gleichzeitig wertvolle leichte Fraktionen zurückgewonnen werden.
Prozessfunktion
Instabiles Kondensat aus Abscheidern enthält gelöste Gase von Methan bis Butan, was zu einem hohen Dampfdruck und Verdunstungsverlusten führt. In der Stabilisierungskolonne werden diese Komponenten mithilfe von Wärme und Fraktionierung entfernt. Das Einsatzmaterial wird in der Mitte der Kolonne zugeführt, während die Wärme des Reboilers die leichten Fraktionen verdampft, die am Kopf der Kolonne zur Kompression oder als Brennstoff abgeführt werden. Das stabilisierte Kondensat tritt am Boden der Kolonne mit einem Reid-Dampfdruck von 9–12 psi aus und entspricht damit den Rohrleitungsspezifikationen.
Systemkonfiguration
Die Komplettpakete umfassen eine Fraktionierungssäule mit 15 bis 30 Böden oder Füllkörpern, einen Wärmetauscher für die Vorwärmung des Kondensats am Einlass, der den Wirkungsgrad verbessert, einen Reboiler zur Deckung des Wärmebedarfs, einen Kopfkondensator und ein Rückflusssystem, einen Rückflusssammler und eine Pumpe, die Messtechnik sowie eine SPS-Steuerung. Werkseitig montierte Skids minimieren den Installationsaufwand vor Ort, da die Geräte bereits getestet sind.
Anlagenkonstruktion
ERGIL entwickelt Stabilisatoren auf der Grundlage der Kondensatdurchflussmenge, der Zusammensetzung, des erforderlichen RVP und des Betriebsdrucks, der typischerweise zwischen 50 und 150 psig liegt. Bei der Dimensionierung der Kolonnen wird die Dampf-Flüssigkeits-Beladung berücksichtigt. Die Konstruktion aus Kohlenstoffstahl gemäß ASME Abschnitt VIII ist für den Einsatz mit Kohlenwasserstoffen ausgelegt. Zu den Reboiler-Optionen gehören befeuerte, mit Wärmeträgeröl oder mit Dampf beheizte Ausführungen mit einer Leistung von 1 bis 20 MMBTU/h.
Anwendungen
Anlagen zur Stabilisierung von Bohrlochkondensat, Gasaufbereitungsanlagen zur Verarbeitung von NGL-Strömen und Sammelsysteme zur Aufbereitung von Produkten für den Transport in Pipelines. Kapazitäten von 500 bis 50.000 BPD für den Einsatz im Upstream- bis Midstream-Bereich. Bei Verwendung geeigneter Werkstoffe für süßes oder saures Kondensat geeignet.
Steuerungssysteme
Eine automatisierte SPS regelt die Temperatur des Reboilers, das Rückflussverhältnis, den Kolonnendruck und die Füllstände und optimiert so den Trennprozess. Die Temperaturüberwachung gewährleistet eine ordnungsgemäße Fraktionierung. Die Fernüberwachung liefert Leistungsdaten. Die einfache Bedienung erfordert nur minimale Überwachung und basiert auf bewährter Destillationstechnologie.
Leistungsvorteile
Verhindert Lagerverluste von 5–10 %, die ohne Stabilisierung entstehen würden. Gewinnt leichte Kohlenwasserstoffe für den Gasverkauf zurück, wodurch Kosten ausgeglichen werden. Produziert Flüssigkeit, die den Spezifikationen für die Pipeline-Annahme entspricht. Energieeffiziente Wärmeintegration senkt den Brennstoffverbrauch. Der modulare Aufbau ermöglicht eine Kapazitätserweiterung. Zuverlässiger Betrieb mit minimalem Wartungsaufwand bei unterschiedlichen Kondensatzusammensetzungen.
ERGIL-Stabilisierungseinheiten sorgen dank bewährter Technologie und effizienter Konstruktion für eine zuverlässige Fraktionierung, die die Flüssigkeitsrückgewinnung maximiert und gleichzeitig die Anforderungen an den Dampfdruck in der Pipeline erfüllt.
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