GLYKOL-STRIPPING-SÄULE

Verbesserte Glykolreinigung mit Strippgas

ERGIL stellt Glykol-Stripping-Säulen her, die mit Inertgas arbeiten, um eine höhere Glykolreinheit zu erzielen als bei der herkömmlichen Regeneration unter atmosphärischen Bedingungen. Durch Einleiten von Stripping-Gas in den Regenerator erzeugen diese Systeme Glykolkonzentrationen von über 99,5 %, wodurch Taupunkte des Ausgangsgases von -50 °C oder darunter für anspruchsvolle Pipelinespezifikationen erreicht werden.

Stripping-Gas-Technologie

Bei der Standard-Glykolregeneration unter Atmosphärendruck ist die Glykolkonzentration aufgrund des Gleichgewichts zwischen Wasser- und Glykoldampfdruck auf etwa 98,7 % begrenzt. Durch die Zufuhr von Strippgas (in der Regel Erdgas, Stickstoff oder trockene Luft) in den Reboiler-Abschnitt wird der Wasserdampfpartialdruck gesenkt, wodurch bei gleicher Temperatur zusätzliches Wasser entfernt werden kann. Das Gas strömt nach oben durch die Kolonne und transportiert dabei Wasserdampf nach oben, während das Glykol in flüssiger Phase verbleibt. Diese bewährte Aufbereitungsmethode erreicht eine Konzentration an reinem Glykol von 99,5–99,9 %, ohne dass teure Vakuumanlagen erforderlich sind.

Spaltenkonfiguration

ERGIL-Stripping-Kolonnen zeichnen sich im Vergleich zu Standardkolonnen durch eine größere Höhe mit zusätzlichen Böden oder Füllkörperstufen aus. Der Reboiler-Bereich umfasst Gasinjektionsdüsen, die das Stripping-Gas gleichmäßig verteilen. Das Gas strömt im Gegenstrom zum absteigenden Glykol, wodurch die Stoffübertragungseffizienz maximiert wird. Der Kopfdampf, der Wasser und Stripping-Gas enthält, wird in Entsorgungs- oder Rückgewinnungssysteme geleitet. Die Kolonnenauskleidung ist hochtemperaturbeständig und sorgt gleichzeitig für einen intensiven Gas-Flüssigkeits-Kontakt.

Prozessgestaltung

Die Strippgasdurchflussraten liegen typischerweise bei 2–10 SCFH pro Gallone zirkulierendem Glykol. ERGIL berechnet die optimalen Gaseinspeisungsraten auf der Grundlage der angestrebten Glykolkonzentration und der Zusammensetzung des verfügbaren Strippgases. Die Temperatur wird auf 190–204 °C geregelt, um eine Zersetzung des Glykols zu verhindern und gleichzeitig die Wasserentfernung zu maximieren. Bei der Dimensionierung der Kolonne wird die erhöhte Dampfbelastung durch den Strippgasstrom berücksichtigt.

Geräteintegration

Komplettsysteme umfassen eine Strippkolonne mit Gasinjektion, Durchflussregelung und -messung, Temperaturüberwachung, Behandlung der Kopfdämpfe sowie Sicherheitsentlastungsvorrichtungen. Zur Steigerung des Wirkungsgrads kann eine Gasvorwärmung integriert werden. Bei der Erdgasstrippung erfolgt vor der Gasinjektion eine Glykol-Entwässerung, um eine erneute Wasserresorption zu verhindern. ERGIL bietet eine umfassende Prozessauslegung, bei der Strippanlagen in bestehende Entwässerungsanlagen oder neue Anlagen integriert werden.

Anwendungen

Anforderungen an extrem niedrige Taupunkte für Pipelines in der Arktis und kryogene Verarbeitungsprozesse, Hochdruck-Gasleitungssysteme mit strengen Wasservorgaben, Offshore-Plattformen zur Leistungsmaximierung bei beengten Platzverhältnissen sowie Anlagen, bei denen bestehende Einheiten ohne größeren Austausch von Ausrüstung modernisiert werden. Besonders kosteneffizient, wenn Erdgas als Strippmedium leicht verfügbar ist.

Leistungsvorteile

Erzielt Glykolreinheitsgrade, die mit einer rein atmosphärischen Regeneration allein nicht möglich sind. Durch die geringeren erforderlichen Glykolumwälzraten sinken der Energieverbrauch der Pumpen und der Wärmebedarf. Dank der verbesserten Glykolqualität sind kleinere Kontaktbehälter möglich. Geringerer Glykol-Mitreiß in den Gasstrom. Der Betrieb erfolgt bei Atmosphärendruck, wodurch die Komplexität und der Wartungsaufwand eines Vakuumsystems entfallen.

Betriebliche Überlegungen

Der Gasverbrauch beim Stripping stellt laufende Betriebskosten dar. Beim Stripping mit Erdgas ist eine Versorgung mit entfeuchtetem Gas erforderlich, um Verunreinigungen zu vermeiden. Das Stripping mit Stickstoff ermöglicht einen inerten Betrieb, erfordert jedoch eine entsprechende Versorgungsinfrastruktur. Erhöhte Dampfmengen im Kopfbereich erfordern eine ausreichende Entsorgungskapazität. Zusätzliche Messgeräte überwachen den Gasdurchfluss und die Gleichmäßigkeit der Verteilung.

ERGIL-Stripping-Kolonnen bieten bewährte Technologie zur Erzielung maximaler Glykolreinheit und extrem niedriger Gas-Taupunkte bei zuverlässigem und kosteneffizientem Betrieb.

Fordern Sie ein Angebot an

Möchten Sie eine schnelle Anfrage erstellen? Füllen Sie das Formular aus und wir melden uns in Kürze