ÖLABTRENNKOLONNE

Entfernung von leichten Kohlenwasserstofffraktionen

ERGIL stellt Ölstrippkolonnen her, die gelöste leichte Kohlenwasserstoffe mithilfe von Dampf oder Inertgas aus Ölströmen entfernen. Diese vertikalen Türme senken den Dampfdruck und verbessern die Stabilität beim Abstreifen flüchtiger Bestandteile vor der Lagerung oder dem Transport in Raffinerie- und Förderbetrieben.

Zweck des Abisolierens

Rohöl, Kondensat und Raffinerieprodukte enthalten gelöste leichte Fraktionen, die zu einem überhöhten Dampfdruck, Emissionen aus Lagertanks und Produktinstabilität führen. In Strippkolonnen werden diese flüchtigen Bestandteile durch Gegenstromkontakt mit Gas entfernt, wodurch die angestrebten Dampfdruckspezifikationen erreicht werden.

Spaltengestaltung

Vertikaler Behälter mit Ölzufuhr im oberen Bereich, Strippabschnitt mit Böden oder Füllkörpern, Dampf- oder Gaseinlass am Boden zur Erzeugung einer Aufwärtsströmung, Dampfauslass oben zum Kondensator, Auslass für das gestrippte Öl am Boden, bei Bedarf mit Nacherhitzer. Die Höhe sorgt für Kontaktstufen zur Entfernung der gewünschten Leichtfraktionen.

Abbeizmittel

Am häufigsten wird Dampf zur Erzeugung von Wärme und als Strippdampf eingesetzt. Inertgase wie Stickstoff kommen zum Einsatz, wenn eine Verunreinigung durch Wasser nicht akzeptabel ist. Luft ist aufgrund von Oxidations- und Entflammbarkeitsrisiken ungeeignet. Die Wahl des Mediums hängt von den Produktspezifikationen und der nachgelagerten Verarbeitung ab.

Funktionsprinzip

Das Öl fließt nach unten und kommt dabei mit aufsteigendem Dampf oder Gas in Kontakt. Leichte Kohlenwasserstoffe gehen von der flüssigen in die gasförmige Phase über. Der Dampf tritt oben aus und führt die abgetrennten Bestandteile mit sich. Ein Reboiler oder eine Dampfeinspeisung liefert die Energie für die Verdampfung. Durch geeignete Temperatur und Durchflussraten wird die angestrebte Abtrennung erreicht.

Materialauswahl

Kohlenstoffstahl für den Einsatz mit Kohlenwasserstoffen. Edelstahl, wenn Korrosion durch Dampfkondensat oder abgelöste Komponenten zu befürchten ist. Die Konstruktion ist für Betriebstemperaturen von typischerweise 100–150 °C ausgelegt. Die Werkstoffe sind beständig gegen Temperaturwechselbeanspruchungen beim Anfahren und Abschalten.

Anwendungen

Stabilisierung von Rohöl vor der Raffination, Senkung des Dampfdrucks von Kondensat, Stabilisierung von Naphtha, Stripping von Benzin, Aufbereitung von Slop-Öl sowie alle Verfahren, bei denen leichte Kohlenwasserstoffe aus Flüssigkeitsströmen entfernt werden müssen.

Dampfdruckregelung

Durch das Stripping wird der Reid-Dampfdruck so gesenkt, dass die Anforderungen an Lagerung, Transport und Produktspezifikationen erfüllt werden. Dies ist entscheidend, um Überdruck im Tank, Emissionen in die Atmosphäre und Verdampfungsverluste zu verhindern. Der Zielwert liegt bei Benzin in der Regel bei 9–14 psia, bei Rohöl ist er niedriger.

Dampfverbrauch

Typische Dampfmengen liegen bei 0,5–2 Gewichtsprozent der Öleinsatzmenge. Bei geringeren Mengen ist die Strippwirkung unzureichend. Zu viel Dampf führt zu Energieverschwendung und erhöht die Kondensatmenge. Bei der Optimierung wird ein Gleichgewicht zwischen Strippeffizienz und Betriebskosten angestrebt.

Hängesystem

Der Kondensator gewinnt die abgetrennten Kohlenwasserstoffe in flüssiger Form zur Weiterverarbeitung oder Rückgewinnung zurück. Der Wasserabscheider entfernt das Dampfkondensat. Die Gasphase enthält nicht kondensierbare Bestandteile, die zur Verbrennung oder zur Fackel geleitet werden. Die Auslegung der Anlage hängt vom Wert der abgetrennten Komponente und von der Konfiguration der Anlage ab.

Temperaturregelung

Die Temperatur am Boden ist entscheidend für die Stripping-Effizienz und liegt typischerweise bei 110–140 °C für die Rohölstabilisierung. Eine zu niedrige Temperatur führt zu unzureichendem Stripping. Eine zu hohe Temperatur verursacht Produktzerfall oder die Verdampfung schwerer Fraktionen. Die Regelung sorgt für optimale Bedingungen.

Leistungsvorteile

Senkt den Dampfdruck entsprechend den Produktspezifikationen. Verhindert Emissionen und Verluste aus Lagertanks. Verbessert die Produktstabilität. Bewährte Dampfstripp-Technologie mit geringen Investitionskosten und zuverlässigem Betrieb.

Baunormen

Auslegung gemäß ASME Abschnitt VIII für den Betriebsdruck. Auslegung mit Füllkörpern oder Packungen für den Einsatz mit Dampf und Kohlenwasserstoffen. Die Werkstoffe sind für die thermische Beanspruchung ausgelegt. Vollständige Dokumentation mit Stoffübergangsberechnungen und Leistungsgarantien.

ERGIL-Ölabtrennkolonnen sorgen für eine effiziente Entfernung der Leichtfraktionen und stabilisieren so Rohöl und Raffinerieprodukte für eine sichere Lagerung und einen sicheren Transport.

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