AUSGLEICHSBEHÄLTER

Durchfluss und Lastverteilung für Kläranlagen

ERGIL stellt Ausgleichsbehälter her, die Schwankungen bei Durchflussmenge und Schadstoffkonzentration vor der biologischen oder chemischen Behandlung ausgleichen. Diese Mischbehälter bieten Pufferkapazität zur Stabilisierung nachgeschalteter Prozesse und verbessern so die Effizienz und Zuverlässigkeit der Behandlung.

Zweck der Entzerrung

Die Durchflussmengen von Industrie- und kommunalen Abwässern schwanken stündlich und täglich. Die Schadstoffkonzentrationen schwanken im Takt der Produktionszyklen. Die nachgelagerte Behandlung ist auf konstante Betriebsbedingungen ausgelegt. Durch den Ausgleich werden Schwankungen gedämpft, wodurch ein gleichmäßiger Durchfluss und eine gleichmäßige Belastung gewährleistet werden.

Tankkonfiguration

Großes atmosphärisches Speicherbecken mit mehreren Zulaufen aus verschiedenen Quellen, einem Mischsystem zur Verhinderung von Schichtung, einem Auslass zur Aufbereitung mit geregelter Durchflussrate, einer Füllstandsregelung zur Bestandsverwaltung sowie einer optionalen Belüftung zur Verhinderung von Fäulnis.

Anforderungen an die Mischung

Eine vollständige Durchmischung ist unerlässlich, um Schichtung und Totzonen zu verhindern. Mechanische Rührwerke oder eine diffuse Belüftung sorgen für die Durchmischung. Eine ordnungsgemäße Durchmischung gewährleistet eine gleichmäßige Zusammensetzung für die nachgelagerten Prozesse. Die Durchmischungsintensität verhindert das Absetzen von Feststoffen.

Materialzusammensetzung

Beton wird meist bei großen Volumina verwendet. Für kleinere Anlagen kommen beschichtete Stahltanks zum Einsatz. Für korrosive Abwässer wird GFK verwendet. Die Materialien sind beständig gegen chemische Bestandteile und biologische Einwirkungen.

Hydraulische Verweildauer

Das Volumen ermöglicht bei durchschnittlichem Durchfluss eine Speicherdauer von 4 bis 24 Stunden. Eine längere Verweildauer gleicht größere Schwankungen ab. Typischerweise beträgt die Speicherdauer in kommunalen Anlagen 8 bis 12 Stunden, in industriellen Anlagen 12 bis 24 Stunden, je nach Schwankungsamplitude. Bei der Dimensionierung wird ein Ausgleich zwischen Ausgleichsfunktion und Platzbedarf angestrebt.

Durchflussregelung

Pumpen oder Wehre leiten das Wasser unabhängig von Schwankungen am Zulauf mit konstanter Durchflussrate zur Aufbereitung weiter. Die Durchflussregelung auf Basis des durchschnittlichen Tagesdurchflusses gleicht Spitzen und Tiefpunkte aus. Die Füllstandsregelung verhindert ein Überlaufen oder eine vollständige Entleerung.

Belüftungssysteme

Diffundierte Luft verhindert anaerobe Bedingungen, die Gerüche und die Bildung von H₂S verursachen. Die Belüftung sorgt zudem für eine Durchmischung. Die Gebläse sind auf die Durchmischung und den Sauerstofftransfer ausgelegt. Optional, abhängig von den Eigenschaften des Abwassers und der Verweildauer.

Betriebliche Vorteile

Stabilisiert die hydraulische Belastung und verhindert Störungen im Klärprozess. Gleicht die Belastung durch organische Stoffe und Nährstoffe aus und optimiert so die biologische Abwasserbehandlung. Reduziert Schwankungen bei der Chemikaliendosierung in der physikalisch-chemischen Abwasserbehandlung. Verbessert die Gesamtleistung der Kläranlage.

Anwendungen

Industrieabwasser vor der biologischen Behandlung, kommunale Kläranlagen mit schwankenden Durchflussmengen, chargenweise Einleitung, Vorbehandlung vor Membrananlagen sowie alle Anlagen mit erheblichen Schwankungen bei Durchfluss oder Belastung.

Stufenverwaltung

Ein hoher Pegel weist auf eine übermäßige Zuflussmenge hin, die eine Umleitung oder eine Erhöhung der Aufbereitungsleistung erfordert. Ein niedriger Pegel signalisiert einen unzureichenden Durchfluss. Die Steuerung erfolgt in Abstimmung mit den vorgelagerten Quellen und der nachgelagerten Aufbereitungskapazität.

pH-Wert und Temperatur

Der Ausgleich dämpft zudem Schwankungen des pH-Werts und der Temperatur. Dabei werden heiße und kalte bzw. saure und alkalische Ströme gemischt. Die stabilisierten Bedingungen optimieren die chemischen und biologischen Prozesse in der Aufbereitung.

Förderung von Feststoffen

Durch das Durchmischen wird das Absetzen von Feststoffen verhindert. Über Bodenabläufe oder durch Ausbaggern werden angesammelte Sandpartikel und schwere Feststoffe entfernt. Regelmäßige Wartungsarbeiten verhindern Kapazitätsverluste durch Sedimentablagerungen.

Leistungsvorteile

Verbessert die Behandlungseffizienz durch gleichmäßige Belastung. Schützt biologische Systeme vor Stoßbelastungen. Reduziert den Chemikalienverbrauch durch gleichmäßige Dosierung. Geringere Dimensionierung der nachgeschalteten Anlagen für den Durchschnitts- im Vergleich zum Spitzendurchfluss.

Baunormen

Betontanks gemäß ACI-Vorschriften. Stahltanks gemäß AWWA-Normen. Mischanlagen gemäß den Herstellerangaben. Ordnungsgemäße Entlüftung und Überlaufvorrichtungen. Vollständige Dokumentation mit Berechnungen der Verweildauer.

ERGIL-Ausgleichsbecken sorgen für einen gleichmäßigen Durchfluss und einen Lastausgleich und verbessern so die Leistung der Abwasserbehandlung, indem sie Schwankungen in kommunalen und industriellen Anlagen abfedern.

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