GLYKOL-WIEDERERHITZER-ANLAGE

TEG-Regenerationsheizsystem

ERGIL stellt Glykol-Reboiler-Anlagen her, die wassergesättigtes Triethylenglykol in Erdgas-Entwässerungssystemen erwärmen und regenerieren. Diese kompletten Heizaggregate entfernen das absorbierte Wasser und stellen durch kontrollierte thermische Regeneration die Trocknungskapazität des Glykols wieder her.

Zweck der Regeneration

Das im Kontaktor befindliche reichhaltige Glykol enthält absorbiertes Wasser, wodurch seine Wirksamkeit beeinträchtigt wird. Der Reboiler erhitzt das Glykol auf 198–204 °C, wodurch das Wasser verdampft, während das Glykol in flüssiger Form verbleibt. Der Wasserdampf wird in die Atmosphäre abgelassen. Das regenerierte, wasserarme Glykol kehrt mit wiederhergestellter Wasserabsorptionskapazität in den Kontaktor zurück.

Package Components

Indirekt beheizter Reboiler-Behälter, Erdgasbrenner mit Steuerung, Glykol-Zirkulationssäule, optionaler Überkopf-Dampfkondensator, Temperaturregelsystem, Flammensicherheitsvorrichtungen, Druckentlastung, Instrumentierung. Komplette, auf einem Skid montierte Anlage.

Auslegung von Nacherhitzern

Vertikale Rauchrohrkonfiguration mit Brennkammer am Boden. Die Rauchrohre verlaufen durch ein Glykolbad und geben dabei Wärme ab. Das Glykol umgibt die Rohre, siedet und setzt Wasserdampf frei. Der Dampf wird über einen Auslass an der Oberseite zum Abzug oder zum Kondensator abgeleitet.

Feuerrohrkonstruktion

Druckbehälter aus Kohlenstoffstahl mit geschweißten Rauchrohren. Das Rohrbündel ist für thermische Ausdehnung ausgelegt. Feuerfeste Auskleidung in der Brennkammer. Ein Überdruckventil schützt vor Überdruck. Auslegung gemäß ASME Abschnitt VIII.

Burner System

Erdgasbrenner mit Zwangsbelüftung oder atmosphärischem Betrieb. Leistung 0,5–5 MMBTU/h, abhängig von der Glykol-Durchflussrate. Flammenüberwachung mit UV- oder Flammenstabsensoren. Automatische Zündung. Die modulierende Regelung sorgt für eine konstante Temperatur.

Temperaturregelung

Der Temperaturregler passt die Brennerleistung so an, dass eine Temperatur von 198–204 °C aufrechterhalten wird. Bei zu niedriger Temperatur verbleibt Wasser im Glykol. Bei zu hoher Temperatur kommt es zu thermischem Abbau, wodurch Säuren entstehen. Eine präzise Regelung ist entscheidend für die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit des Glykols.

Glykol-Umwälzsäule

Stripping-Kolonne oberhalb des Reboilers mit 1–4 Böden oder Füllkörpern. Aufsteigender Dampf entzieht dem absteigenden Glykol das restliche Wasser. Erreicht eine Glykolreinheit von 98,5–99 % bei der Standardregeneration. Einblasung von Stripping-Gas ist optional für eine Reinheit von 99,5 % und mehr.

Betriebskapazität

Ausgelegt für eine Glykol-Durchflussrate von typischerweise 2–4 Gallonen pro Pfund entzogenem Wasser. Die Heizleistung hängt von der Wasserbelastung und dem gewünschten Regenerationsgrad ab. Typischerweise 0,5–3 MMBTU/h bei Entwässerungsanlagen im Feldbetrieb.

Materialauswahl

Reboiler und Kolonne aus Kohlenstoffstahl für den Standardbetrieb. Edelstahlkomponenten für Sauergasanwendungen mit H₂S und CO₂-abbauendem Glykol. Die Werkstoffe sind beständig gegen Korrosion unter heißen, sauren Bedingungen.

Option „Stripping-Gas“

Durch die Einspeisung von Erdgas mit einer Durchflussrate von 2–5 SCFH pro Gallone Umwälzvolumen wird die Regeneration auf eine Reinheit von über 99,5 % verbessert. Dies ermöglicht eine stärkere Taupunktabsenkung. Das Gas strömt durch den Nacherhitzer und wird anschließend zusammen mit Wasserdampf abgelassen.

Überkopfkondensator

Ein optionaler wassergekühlter Kondensator fängt Glykol-Dämpfe auf und reduziert so Verluste. Das kondensierte Glykol wird in das System zurückgeführt. Das Abgas enthält ausschließlich Wasserdampf und Strippgas. Dadurch wird der Bedarf an Glykol-Nachfüllmenge reduziert.

Sicherheitssteuerungen

Die Flammenüberwachung verhindert eine Gasansammlung. Die Hochtemperaturabschaltung schützt vor Überhitzung. Die Abschaltung bei niedrigem Glykolstand verhindert Trockenbetrieb. Die Druckentlastung schützt vor verstopften Entlüftungsöffnungen oder Überdruck.

Anwendungen

Regeneration von TEG-Entwässerungsanlagen für Erdgas, Glykolsysteme in Gasaufbereitungsanlagen, Entwässerungsanlagen an Bohrlochköpfen, Entwässerungsanlagen auf Offshore-Plattformen sowie alle Glykolkreisläufe, die eine thermische Regeneration erfordern.

Glykolqualität

Eine ordnungsgemäße Regeneration erhält die Absorptionsfähigkeit aufrecht. Überhitzung führt zu Zersetzungsprodukten, die Säuren bilden, welche die Anlagen korrodieren. Unterhitzung führt zu Wasserablagerungen, die die Leistung beeinträchtigen. Die Temperaturregelung ist entscheidend für die Lebensdauer des Glykols.

Emissionen

Wasserdampf und Spuren von Glykol-Dämpfen werden in die Atmosphäre abgelassen. An einigen Standorten sind eine Dampfrückgewinnung oder eine Verbrennung erforderlich. Die Einhaltung der Umweltvorschriften hängt von den geltenden Vorschriften und der Emissionsmenge ab.

Leistungsvorteile

Stellt die Wasseraufnahmefähigkeit des Glykol durch vollständige Regeneration wieder her. Eine kontrollierte Erwärmung verhindert thermische Zersetzung. Die bewährte Konstruktion mit indirekter Befeuerung trennt den Verbrennungsprozess vom Glykol. Bewährte Regenerationstechnologie.

Einhaltung von Normen

Geschweißte Druckbehälter gemäß ASME Abschnitt VIII und örtlichen Vorschriften. Brenner und Steuerungen gemäß NFPA- und CGA-Normen. Überdruckschutz gemäß API RP 521. Vollständige Dokumentation mit thermischen Berechnungen.

ERGIL-Glykol-Reboiler-Anlagen sorgen für eine zuverlässige thermische Regeneration und stellen so die TEG-Trocknungskapazität in Erdgas-Entwässerungssystemen wieder her.

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